Nervenkitzel am Salzburgring

(Quelle:ADAC/ Nico Schneider)
200 Piloten bei neun Rennen am Start – Windschattenduelle beim Hochgeschwindigkeitsklassiker - Großartige Markenvielfalt



Packende Windschatten-Duelle bei bis zu 300 km/h, tollkühne Fahrmanöver und eine großartige Markenvielfalt: Das bietet der fünfte Wertungslauf zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) 2011 am 2. und 3. Juli auf dem Salzburgring. Rund 200 Piloten gehen in neun Rennen beim ADAC Bayernpreis auf dem ultraschnellen Kurs nahe der Mozartstadt an den Start und sorgen für Nervenkitzel auf höchstem Niveau. „Wer sich am Salzbugring durchsetzt zeigt nicht nur Mut, sondern hat auch das Zeug, sich in der Motorrad-WM zu behaupten“, ist Organisationsleiter Michael Ott-Eulberg vom MC Augsburg überzeugt, der mit dem ADAC Südbayern das Gastspiel am Salzburgring ausrichtet. Die Rennstrecke mit ihren Naturtribünen ist weltweit eine der letzten echten Hochgeschwindigkeitspisten und hebt sich damit von allen anderen IDM-Wettbewerben ab. Großartig ist aber nicht nur die Atmosphäre entlang des 4255 Meter langen Asphaltbandes, sondern auch die Markenvielfalt. In den Viertaktklassen messen sich sieben Hersteller: BMW, Ducati, Honda, Kawasaki, KTM, Suzuki und Yamaha.

Superbike: Tscheche Matej Smrz gibt Takt an

In der Königsklasse Superbike bleibt es nach sechs von 16 Läufen spannend. Der Tscheche Matej Smrz (KTM) liegt nach drei Siegen und einem vierten Platz mit einem Vorsprung von fünf Punkten an der Tabellenspitze der Gesamtwertung. Der zweifache Superbike-Meister Martin Bauer aus Österreich ist ihm aber dicht auf den Fersen. Mit einem lupenreinen Doppelsieg auf dem EuroSpeedway Lausitz und zwei weiteren Tabellenplätzen konnte der KTM-Pilot genug Punkte sammeln, um sich auf den zweiten Rang des Zwischen­klassements zu schieben. Rang drei belegt Titelverteidiger und Honda-Ass Karl Muggeridge aus Australien, der einmal auf den zweiten und zweimal auf den dritten Platz fuhr. Sein Landsmann BMW-Hoffnung Damian Cudlin, der für das in Stephanskirchen bei Rosenheim ansässige Team alpha Technik fährt, landete einmal auf Platz drei und vier und reiht sich in der aktuellen Wertung auf Platz fünf zwischen dem Österreicher Michael Ranseder (BMW) und dem Superbike-Meister Jörg Teuchert (Yamaha) aus dem mittelfränkischen Hersbruck ein. Der Raublinger Filip Altendorfer (BMW), der 2010 die IDM als 21. abschloss , strebt heuer eine Top-Ten-Platzierung an, belegt derzeit aber nur den 19. Rang und will deshalb vor heimischer Kulisse am Salzburgring einen großen Schritt in Richtung Saisonziel machen.
In der Supersport-Klasse ist Jesco Günther aus Wuppertal nicht zu stoppen: Der Yamaha-Pilot sichert sich nach einem Doppelsieg am Nürburgring und jeweils einem Sieg in der Motorsport Arena Oschersleben und am Euro­Speedway Lausitz die Führung in der Gesamtwertung. Auf Rang zwei liegt der Schweizer Daniel Sutter (Kawasaki) vor dem Österreicher Günther Knobloch (Yamaha). Der Schweizer Roman Raschle (Kawasaki) reiht sich auf Rang vier vor dem Österreicher David Linortner (Yamaha) ein.

IDM 125: Australier Jack Miller triumphiert

In der 125 ccm-Klasse dominiert der 16-jährige Australier Jack Miller (Aprilia) nach einem Sieg und zwei zweiten Plätzen das Gesamtklassement. Sein Teamkollege Luca Amato (14) aus Bergisch Gladbach belegt nach einem Sieg in der Motorsport Arena Oschersleben aktuell Rang zwei vor dem Schweden Alexander Kristiansson (KTM) und Maximilian Eckner aus Dresden (Aprilia) sowie Michael Ecklmaier (Honda) aus Gars am Inn. Der 15-Jährige wurde im vergangenen Jahr 18. in der Gesamtwertung und strebt nun eine Top-Ten-Platzierung an. Titelverteidiger Luca Grünwald (16) hat seine Seel in eine KTM getauscht und liegt derzeit auf Platz neun im Gesamtklassement. Auf seiner Heimstrecke will sich der Waldkraiburger aber wieder gut in Szene setzen und an die Spitze vorarbeiten.

Lokalmatador Philipp Öttl ist aktuell nur auf dem zehnten Platz zu finden. Der 15-jährige Ainringer war im vergangenen Jahr bereits Vierter der Gesamt­wertung und hofft nun am Salzburgring auf einen dringend notwendigen Podiumsplatz, um Anschluss an die Führenden zu halten.

Bei den Seitenwagen sind die Rollen nach den ersten drei von acht Läufen klar verteilt: Mit einem Sieg in der Motorsport Arena Oschersleben und jeweils einem zweiten Platz auf dem Nürburgring und dem Eurospeedway Lausitz-Ring führt das deutsche Duo Kurt Hock/ Enrico Becker mit 15 Punkten Vorsprung. Dahinter folgt die finnisch-schweizerische Paarung Pekka Päivärinta/Adolf Hänni vor den Deutschen Mike Roscher und Sven Polchow.

Yamaha Cup: Lucy Glöckner als beste Deutsche auf Rang Drei

Nach zwei Siegen und einem dritten Platz im Yamaha Cup führt der 14-jährige Jesko Raffin aus der Schweiz das Zwischenklassement an. Nach einem zweiten und einem dritten Platz belegt Alain Bonnet aus Frankreich den zweiten Rang vor der deutschen Lucy Glöckner, die in der Motorsport Arena Oschersleben aufs Siegerpodest und am Nürburgring auf Rang zwei fuhr. Dahinter liegen die Deutschen Patrick Vincon und Danny Märtz.

Der Eintritt kostet am Samstag 16 Euro, Sonntag 26 Euro einschließlich Zutritt zum Fahrerlager. Die Wochenend-Karte gibt es im Vorverkauf für 22 Euro statt 28 Euro über die Ticket-Hotline 08233/  60478 oder per E-Mail an schreiz@t-online.de. Kinder bis 12 Jahre in Begleitung von Erwachsenen sind frei. Aktuelle Infos im Internet unter www.idm.de und www.mc-augsburg.de

Zuschauer-Zeitplan

Samstag, 2. Juli

8.00 – 15.30 Uhr         Training

16.00 Uhr                    IDM Supersport, 1. Lauf

17.00 Uhr                    OSK Superstock, 1. Lauf



Sonntag, 3. Juli

8.15 – 9.25 Uhr           Warm Up

9.45 Uhr                      Yamaha Cup

10.45 Uhr                    IDM Superbike

11.55 Uhr                    IDM Seitenwagen

13.35 Uhr                    IDM Supersport, 2. Lauf

14.45 Uhr                    IDM 125

15.55 Uhr                    IDM Superbike, 2. Lauf

17.00 Uhr                    OSK Superstock, 2. Lauf